Startseite
    Lichtblicke
    dunkle Schatten
    Bücher
    Geschichten
    Distelblüten
    Farben der Liebe
    Kinderträume
    Jahreszeiten
    Celine
    Janet
  Über...
  Archiv
  Geschenke von Freunden
  Advent und Weihnachtszeit
  Bilder mit Text
  November
  Andalusien
  Gedankenblüten
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Poster und Kunstdrucke" target=_blank>
   M.F. Schwager
   M. F. Schwager -Fotos
   Mathilde Franziska Schwager
   Osterinsel
   Edeltruds-Poesie



disclaimer

http://myblog.de/sonjarabaza

Gratis bloggen bei
myblog.de





Jede Tat und jedes Wort kann Folgen haben.


Heute war ich mit dem Auto unterwegs. In einer scharfen Kurve überquerte plötzlich ein Hase die regennasse Fahrbahn. Obwohl mir klar war, dass ein Ausweichen gefährlich für mich und für andere Verkehrsteilnehmer war, handelte ich instiktiv und mein Fuss drückte die Bremse des Wagens voll durch. Mein Fahrzeug, glücklicherweise knapp am Zusammenstoß mit dem Hasen vorbei, kam zum Stehen, der kurz innehielt und dann schnell weiterhoppelte. Glückerlicherweise war um diese Zeit die Straße wenig befahren, es befand sich kein Fahrzeug hinter mir  – ich hatte Glück gehabt, mir und auch niemand anderem war etwas passiert.
 

„Wenn du dich in so einer Situation befindet, gibt es nur eins, du musst weiterfahren. Auf keinen Fall ausweichen oder bremsen!“, hörte ich in Gedanken meinen Mann sagen. Ich wußte ja, er hatte recht und doch: Wieder war mein Bauchgefühl stärker als mein Verstand.


Als ich diesen kleinen Hasen im Gebüsch verschwinden sah, fühlte ich Freude in mir aufsteigen. Während meiner Weiterfahrt kam mir der Gedanke, dass an so einem Hasen vielleicht eine ganze Hasenfamilie hängt. Viele kleine Hasenkinder würden vielleicht sterben, wenn ich ihn überfahren hätte. Es ist im Grunde nicht anders als bei uns Menschen, bei einem Unfall ist immer eine ganze Familie betroffen, im schlimmsten Fall zieht er Trauer und Leid nach sich. Immer hat unser Handeln Folgen.


Auch unsere Worte haben Folgen. Wenn Worte verletzen, hat das auch Konsequenzen. Da entstehen Mißtrauen und Feindschaften, die ein weiteres Miteinander überschatten. Unüberlegten Worten kann die Enttäuschung einer Freundschaft folgen, sodaß unübersehbare Narben bleiben.
Wir können nicht alle Folgen des Lebens unter Kontrolle haben, das ist leider nicht möglich. Vorsicht ist im Straßenverkehr ebenso geboten wie im Umgang mit Menschen, die mir täglich begegnen. Wie schnell verletzen wir durch ein unbedachtes Wort, das gehört zum Leben – aber es ist nicht gleichgültig.

Gleichgültig ist auch nicht, dass ein Hase tot auf der Fahrbahn liegt an der ein ganzer Bau junger Hasenkinder hängt.


Mein Leben hat Folgen.

Sonja Rabaza, 05.11.2009

 

Gnade

Manchmal begegnen dir

Menschen in deinem Leben

und du fühlst, wie die Herzen

im Gleichklang schlagen

Manchmal beobachtest du

einen Schmetterling

und seine Schönheit macht dich atemlos

Manchmal entdeckst du die Spuren

des Lebens

eingegraben in das Gesicht

eines Menschen

Manchmal hebt sich ein Vorhang

und du erkennst die Einfachheit

die Hoffnung und die Liebe

die alles zusammenhält

und du spürst eine Gnade

"Gott hat deine Seele berührt"

(Sonja Rabaza)

Manchmal - leider viel zu wenig - sehen wir mit anderen Augen und entdecken die Wahrheit

Weggefährten

Ihre Spuren ziehen sich durch unser Leben, wie die sanften Wellen des Meeres.
Sie begleiten uns in schönen aber auch in schweren Stunden
und sind mit uns verbunden ohne aufdringlich zu scheinen.
Sie hören zu und schenken uns  ihre Aufmerksamkeit und
ein Austausch mit ihnen, lässt vieles in einem anderen Licht erscheinen.
Ihre natürliche Distanz stellt an uns keine Erwartungen oder Forderungen.
Und doch haben sie einen großen Stellenwert für uns.
Ihr stilles Wirken ist wie das sanfte Sonnenlicht an einem milden Herbsttag,
unbeschwert wie der leichte Flug des Schmetterlings,
der auf den Flügeln des Windes zum Himmel tanzt
und ihr Dasein berührt unser Herz und unsere Seele
und lässt uns froh und dankbar sein.
Sonja Rabaza 25.10.2009

Gedanken über „Glück“

Was bedeutete Glück für mich, für uns Menschen eigentlich. Ist Glück nur Zufall
oder das Ergebnis unserer Strebsamkeit und unseres  Fleisses?
Wird es uns geschenkt als Gabe Gottes. Kann man Glück erzwingen?

Für mich hat Glück auch etwas mit Mut und Entschlossenheit zu tun – wenn ich mich überwinde und sage: trotzdem!  und so all das Bittere und Schwere versuche anzunehmen und  zu überwinden. Wenn es mir gelingt, die hellen und dunklen Seiten des Lebens zu akzeptieren, empfinde ich es als Glück.

Wenn ein Freund mir in der Krise seine Hand hinhält, ein Kind, mir in sorgenvollen Momenten ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubert;  ein alter Mensch, der von früher erzählt und mir wünscht, solche Erfahrungen nie machen zu müssen; die ersten zarten Blütenknospen, die Farbenpracht  mit ihrem Duft im Frühjahr; zärtliche Zuwendung und Zuneigung, die mir gezeigt wird,  dann spüre ich tiefes Glück und Dankbarkeit.

In diesen Momenten, in der Dunkles geheimnisvoll erhellt wird,  in der Geduld, Liebe und Hoffnung Früchte trägt, spüren wir die Gnade Gottes. Sie lässt sich nicht erzwingen.
Sonja Rabaza, 06.11.2009

In unserem Leben Säen und Ernten wir und dabei ist es wichtig, wie wir miteinander umgehen und welche Spuren wir hinterlassen.

Sieh mich an

die Farbe meiner Haut

ist nicht wie deine

doch wenn du sie berührst

weißt du, sie besitzt dieselbe Zartheit

Wir sprechen nicht die gleiche Sprache

doch wenn unsere Herzen reden

werden wir uns verstehen

Auch unterscheidet uns unser Glaube

doch Toleranz und Respekt

lässt jedem seine Freiheit

Einmalig,

von Gott gewollt

sind auch wir beide ein Teil des Ganzen

Sonja Rabaza

Goldener Herbst

Der Herbst hat Einzug gehalten – es ist nicht mehr zu übersehen. Als ich die ersten
flammend roten Blätter zu meinen Füßen wirbeln sah, war ich etwas erschrocken.
„Ich bin da“, schien er zu sagen, ich der Herbst, der unerbittliche Vorbote des Winters und wenn du den Sommer nicht genug genossen hast, dann ist es jetzt zu spät. Ja,
der Sommer mit seinen Blüten, seinen lauen Nächten, seinem Strahlen ist schon wieder vorbei! So schnell!

Danach bin ich in ein nahes Waldgebiet mit einem großen See gefahren.  Es war hier still geworden. Im Sommer waren hier immer viele lärmende Spaziergänger und Radfahrer  unterwegs – jetzt war es hier ruhig.  Ja, eine wahrhaft erhabene Ruhe umgab mich.

Ich spazierte unter dem bunten Blätterdach der Bäume. Das rostgelbe Laub raschelte unter meinen Füßen. Tief atmete ich die nun leicht feuchte Luft ein; ein tiefer Friede erfüllte mich. 
Am See setzte ich mich auf eine Holzbank, die mitten in einer Waldschneise stand,  verfolgte mit den Augen eine Schar Vögel, die in ihr Winterquartier nach Süden zogen und beobachtete eine Gruppe Enten, die still auf der spiegelglatten, im leichten Nebel liegenden Oberfläche des Sees, ihre Runden schwammen.  
Die Tretboote am Steg waren mit Planen fest zugedeckt, die kleinen Verkaufsbuden fest zugesperrt. Alles war für die kalte Jahreszeit gerüstet. Bald würde der erste Frost
diese Idylle mit einer kalten Puderschicht in eine verzauberte Landschaft verwandeln, der Winter Einzug halten  und die Natur mit seinem Eis und seinen weichen weißen Schneeflocken zudecken.

Ich spürte die Vergänglichkeit allen Daseins, das Sterben um einen Neubeginn  zu ermöglichen, wenn der Frühling von den wärmer werdenden Sonnenstrahlen wieder wachgeküsst wird und die Natur wieder zu neuem Leben erwacht. Dieser Tag und jede Jahreszeit hat seine Besonderheit. Die Vorfreude auf den Frühling ist erst durch die Erfahrung des Winters zu verstehen.
Sonja Rabaza

Was ist Liebe?
Mit diesem Thema möchte ich Euch einladen mich auf meine gedankliche Reise zu begleiten:

Die Liebe allein versteht das Geheimnis andere zu beschenken und selbst dabei reich zu werden(Brentano)

Kaum ein anderes Gefühl ist so vielfältig wie die Liebe. Liebe ist so ein intensives Gefühl, dass man sie kaum in Worte fassen kann. Liebe ist einfach aber auch schwer zu erklären
Warum tun wir uns so schwer mit der Liebe, weil wir sie vielleicht missverstehen? Wir versuchen sie zu bekommen, anstatt sie zu geben.

Mit dem Wort Liebe wird eine Vielfalt von Gefühlen der Zuneigung beschrieben. Die personenbezogene Liebe unterscheidet sich - Liebe zum Partner, den Kindern,zu den  Eltern, Freunden, den Angehörigen.  Aber auch die objektbezogene Liebe zur Natur, zu den Tieren, Literatur, auch das spirituelle spielt dabei wohl eine Rolle im Leben vieler Menschen.
Im Namen der Liebe geschehen  oft unbeschreibliche Dinge, die ganz sicher nichts mit Liebe zu tun haben. Eifersucht, körperliche und seelische Gewalt, Missbrauch gehören definitiv nicht zur Liebe

Für mich heißt lieben: der Welt und allem Lebendigen aufgeschlossen zu sein, alle Sinne zu öffnen, aufmerksame Wachheit und positive Zuwendung, Respekt, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Interesse, das Erfühlen des Anderen mit der Seele, das Übergehen des Einen in das Andere.
Liebe hat mehr mit Geben zu tun als mit bekommen, sie ist die Kraft der Seele und hat nichts mit einem Tauschhandel - liebst du mich, liebe ich dich - zu tun. Wenn wir lieben, verlassen wir unsere Grenzen und gehen in das Geliebte über -wir lösen uns auf, gehen ineinander über, geben uns hin und indem wir lieben, lieben wir auch uns selbst.


November 2009

Nur dein Bestes

„Ich habe es doch nur gut gemeint – wollte doch nur ihr Bestes!“
Diese Worte meiner Freundin gehen mir nicht aus dem Kopf. Ich sehe noch ihr verzweifeltes, besorgtes Gesicht  - die Angst um ihre Tochter.

Die Tochter war die ewigen Einmischungen ihrer Mutter in ihren Angelegenheiten leid und hatte sich entschlossen in eine Wohngemeinschaft zu ziehen. Nach einem heftigen Streit hatte sie sich dazu entschlossen und verließ jetzt ihre Familie.

Wie ist es möglich, dass Dinge, die man doch wirklich  nur gut meint, so daneben gehen können?
Oft glauben wir, den anderen zu kennen, zu wissen was für ihn richtig ist, was er braucht – wollen helfen, dass ihm vieles gelingt – wir wollen eben nur das Beste!
Und plötzlich stößt man auf Widerstand.

Ich sehe bei einem anderen Menschen immer nur  einen kleinen Ausschnitt von ihm, nie das ganze Bild. Er wird mir immer ein Geheimnis bleiben, weil ich ihn nicht einfach durchschauen kann.
Wenn ich einem Menschen wirklich helfen will muss ich ihm vorbehaltlos begegnen, ohne gleich einen Maßnahmekatalog parat zu habe. Die Begegnung mit anderen Menschen sollte in meinen Augen nur ein Ziel haben: seine Selbständigkeit und Eigenständigkeit zu fördern.
Alles, was ich für ihn, gegen ihn oder anstelle von ihm will, ist eine Absicht.
Absichtslos einem Menschen zu begegnen heißt für mich, ihn nicht für irgendwelche Dinge zu ge- oder gar mißbrauchen.

Khalil Gibran schreibt: „Die Wirklichkeit eines anderen Menschen liegt nicht darin, was er dir offenbart, sondern in dem, was der dir nicht offenbaren kann. Wenn du ihn daher verstehen willst, höre nicht auf das, was er sagt, sondern vielmehr auf das, was er verschweigt.“

Ich nenne es, mit dem Herzen sehen, sich auf seine Gefühle zu verlassen und auch darauf, dass sich in jedem Menschen die Fähigkeit und auch die Kraft befindet, sich zu seinem Besten zu entwickeln.

Diese Art der Wahrnehmung lässt uns in jedem Menschen den wertvollen, einmaligen Kern entdecken.

S.R.

Advent

Eine Zeit zu der auch wir Erwachsenen wieder etwas zum Kind werden, da sie an viele Erlebnisse der eigenen Kindheit erinnert - diese Vorfreude, dieses Staunen, das wir in uns bewahrt haben. Eine Zeit, die auch für mich zeitlebens etwas Besonderes war.

Eine Zeit, in der wir zurückblicken, dankbar sind für all das Gute und die Hilfe, die uns gewährt wurde. Aber auch um nach vorne zu schauen, auf das kommende Fest, die Zukunft.

Rituale, die diese Zeit zu strukturieren helfen gibt es viele. Für mich persönlich habe ich mir vorgenommen, mir jeden Tag etwas Zeit nur für mich einzuräumen, um zur Besinnung zu kommen. Mit meiner Lieblingsmusik oder auch ganz bewußt mit erlebter Stille

Ich wünsche Ihnen allen stille und frohe Momente, diese letzten Wochen im Jahr besonders zu erspüren, neue Kräfte zu sammeln und Frieden in den Herzen

Sonja Rabaza, Advent 2009

Zweiter Sonntag im Dezember/Worldwide Candle Lighting

Jedes Jahr  am 2. Sonntag im Dezember werden auf der ganzen Welt um 19 Uhr Kerzen für unsere verstorbenen  Kinder angezündet.
Dieses s.g. Worldwide Candle Lighting entstand 1997 aus einer Initiative des Compassionate Friends ververwaister Eltern und Geschwister in den USA.

Die Idee dieses besonderen Tages ist es, dass in jeder Zeitzone, überall auf der Welt, um 19 Uhr eine Kerze angezündet wird und wenn die Lichter in einer Zeitzone niederbrennen, werden neue Kerzen in einem anderen Land angezündet. So wird 24 Stunden lang eine Lichterwelle rund um den Globus wandern – in Gedenken an unsere verstorbenen Kinder auf dieser Welt  - damit ihr Licht immer scheinen wird..

Sonja Rabaza, 06.12.2009

 

Ich sitze am Rand des großen Sandkastens und schaue  meiner fast dreijährigen Enkeltochter zu, die emsig mit Schüppe und Förmchen hantiert. Sie kommt zu mir,  klettert auf meinen Schoß und voller Begeisterung erzählt sie, dass sie etwas Leckeres gekocht hat und dass ich unbedingt ihren Kuchen und ihre Suppe probieren muss. Dabei schiebt sie mir ihren Sandkuchen, den sie in rote Schälchen gepresst hat, zu.
Während ich „koste“ schau ich meine Enkelin an. Die ganze kleine Person ist Ausdruck reiner überschäumender Lebensfreude und sie weckt in mir tiefe Dankbarkeit und Freude.

Neben uns, auf einer Bank, sitzen zwei ältere Frauen in einem Gespräch vertieft und ich werde Zeuge ihrer Unterhaltung.  Sie beschweren sich darüber, dass die Papierkörbe vor Unrat überquellen und wie ungepflegt sie den Spielplatz empfinden – „ich musste erst einmal den Schmutz von der Bank abwischen, bevor ich mich setzen konnte“ und  dass eine junge Mutter, mit ihren zwei Kindern überfordert schien, da sie ihren Nachwuchs nicht in den Griff bekomme und dass alles teurer werde…

Unbewusst blicke ich mich um  - und entdecke die leeren Getränkedosen und anderen Abfall, der in den Ecken verteilt zu sehen ist. Kritik schleicht  in meinen Blick und in meine Wahrnehmung.

Ich schaue in das Gesicht meiner Enkelin, die laut lachend mit einem kleinen Mädchen einen Eimer mit Sand füllt und entdecke dieses Strahlen und sich Öffnen für die Wunder dieser Welt und 
erinnere mich an ein Lied von Reinhard Mey:

Kinder werden als Riesen geboren,
doch mit jedem Tag, der erwacht,
geht ein Stück Kraft verloren, tun wir etwas, was sie kleiner macht.
Kinder versetzen solange Berge,
bis der Teufelskreis beginnt,
bis sie, wie wir, erwachsene Zwerge sind,
und endlich so klein wie wir Großen sind.

Es liegt an uns wofür wir unser Herz öffnen, für die Nörgelei  oder die Lebensfreude,
beides steckt an und beeinflusst unser Leben.

Sonja Rabaza 05.02.2010




Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung